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The Search for a moose

Vergangene Woche hatte ich die Gelegenheit einen Vortrag von Lawrence Lessig zu verfolgen, den er in der von der Heinrich-Böll-Stiftung veranstalteten Reihe „Spielstand“ hielt – der Vortrag ist inzwischen auch online. Das Ziel von Lessigs Vortrag bestand in der Darstellung einiger Aspekte, die es ermöglichen könnten, auch netzfernen Personen die Problematik des aktuellen Urheberrechtsregime sowie der Ausweitung desselben zu vermitteln. Es ging dabei nicht nur um juristische Auswirkungen, sondern auch um die Frage inwiefern durch zu enge Auslegung von Urheber- und Verwertungsrechten die populäre Kultur beschnitten und verunmöglicht wird.
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Saarbrücker InfoWiss-Gruppen in sozialen Netzwerken

Auf Xing.com wurde nun eine neue Gruppe für Studierende, Alumni und Dozenten der Saarbrücker Informationswissenschaft eingerichtet: http://www.xing.com/net/infowisssaar. Ebenso wurde eine neue Gruppe auf Facebook gegründet. In StudiVZ/MeinVZ gibt es eine allgemeine überregionale Gruppe für alle Informationswissenschaftler: InfoWiss for the win. Twitter-Nutzer können dem Saarbrücker InfoWiss-Account „followen“: http://www.twitter.com/infowiss. Eine allgemeine Gruppe für Alumni aller Fachrichtungen der Saarbrücker Universität gibt es bei LinkedIn: http://www.linkedin.com/groups?about=&gid=1044097. Viel Spaß beim „Netzwerken“ ;-). Weitere Hinweise auf Gruppen in anderen Social Networks sind natürlich weiterhin willkommen. P.S: Weitere Informationen zum Planungsstand des diesjährigen Alumni-Treffens folgen voraussichtlich noch in dieser oder der nächsten Woche.

Screencast „Die Informationsbedarfsanalyse: Fragebogen“

Ein neuer Screencast der Arbeitsgruppe E-Learning der Fachrichtung Informationswissenschaft zum Abruf bereit. Diesmal widmet sich der Screencast der „Informationsbedarfsanalyse“ und behandelt in diesem Kontext die korrekte Erstellung eines Fragebogens. Dabei wird darauf eingegangen, wie man einen Fragebogen sinnvoll konzipiert, welche Formen von Fragebögen es gibt und welche Aspekte man bei der Auswahl der Fragen und Antwortmöglichkeiten beachten muss. Die Informationsbedarfsanalyse: Der Fragebogen in der Praxis (April 2009)

Zitieren Download (Zip-Format, 11 MB) Auch im nächsten Screencast in drei bis vier Wochen werden Inge und Willi wieder zur Stelle sein — dann schauen sich die beiden einige ausgewählte Beispiele aus dem Themenbereich der Usability von Webseiten an. Die beiden Comic-Figuren Inge und Willi basieren auf einer Vorlage von Thomas Dick, herzlichen Dank dafür!
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„Season of Usability 2009“

Das von Google und Canonical unterstützte Projekt „Season of Usability“ sucht erneut Studierende aus HCI-Studiengängen und verwandten Fachrichtungen. Im Rahmen eines dreimonatigen Projekts sollen diese Studierenden unter anderem diverse Open-Source-Software-Projekte auf Usability-Probleme untersuchen und gemeinsam mit den jeweiligen Entwicklern Verbesserungsvorschläge konzipieren. Bewerbungen sind noch bis 20. Mai 2009 möglich. Mehr Informationen auf der Homepage von „Season of Usability„.
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Open Weltuntergang, revisited

Hatte ich beim Abfassen meines Artikel Open Weltuntergang noch geglaubt, das schlimmste sei überstanden, und die Weltuntergangsszenarien ausgeschöpft, schob sich einige Tage später ein Artikel in der Frankfurter Rundschau mit dem Titel Im Namen der Freiheit in mein Blickfeld. Der Autor – Uwe Jochum – war mir bekannt: Bibliothekar im Südwesten, seine bibliothekshistorischen Arbeiten immer wieder gewinnbringend zu lesen. Ein wenig Hoffnung hatte ich ja, wurde jedoch schnell enttäuscht – auch Jochum zieh die Wissenschaftsorganisationen der Verfassungsfeindlichkeit, die die Freiheit von Forschung und Lehre bedrohten. Vollkommen fiel ich jedoch vom Glauben ab, als ich auf einen kurzen Aufsatz stieß, in dem Jochum versucht nachzuweisen, daß Open Access teurer als herkömmlich Publikationen sind. Diese Apotasie war jedoch nicht nur dem Umstand zu geschuldet, daß ich mehr als verwundert bin über die Hartnäckigkeit mit der immer auf den Aspekt des kostenlos bei Open Access abgehoben wird – die anderen Aspekte, wie Verbleib der Rechte beim Autor und Erlaubnis zur verantwortlichen Weiterverwendung und -verbreitung, werden dabei geflissentlich ignoriert. Ein wenig erinnert mich das an die Diskussionen zu Free Software vor ein paar Jahren, bei denen man auch gebetsmühlenartig wiederholen mußte:
Free as in free speech, not as in free beer.
Doch zurück zum Aufsatz, dieser vergleicht – wie schon in Archivalia festgestellt – Äpfel mit Birnen Ananas: auf der einen Seite eine geisteswissenschaftliche Zeitschrift, die wahrlich recht günstig ist – wobei über die Kosten der Publikation in der Zeitschrift sowie den Unterhaltsträger der Redaktion nichts gesagt wird, auf der anderen Seite das Dickschiff des Open-Access-Publishing, die Public Library of Science, mit einem Schwerpunkt im Science-Technology-Medicine-Bereich. Möchte man Preise vergleichen, so hätte sich statt der germanistischen vielleicht eher Nature, Science oder irgendeine andere dieser Zeitschriften angeboten. Schade, ich hätte substantielleres erwartet. Aber ein gutes hatte dieser Aufsatz immerhin, brachte doch als Entgegnung darauf Steinhauer in einem Blog-Artikel die von ihm sogenannte Recherchefreiheit ins Spiel – quasi als Entsprechung zur Allgemeinwohlbindung des Eigentums. Ein durchaus interessanter Gedanke auch als Gegengewicht zur ausufernden Rhetorik des sogenannten geistigen Eigentums.
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Subversive Wikipedia?

Eine angenehme Abwechslung zu den in den letzten Monaten üblichen Artikeln zur Wikipedia (Fehler in der Wikipedia gefunden!) findet sich in der aktuellen Ausgabe von Libreas. Dort beleuchtet Dina Brandt in ihrem Artikel Postmoderne Wissensorganisation oder: Wie subversiv ist Wikipedia? unter Rückgriff auf die Wissenssoziologie, inwiefern die Wikipedia die Stellung bisheriger Wissens-Experten in Frage stellt und die Aushandlung von „Wissen“ sichtbar macht. Allein das Literaturverzeichnis ist schon inspirierend zu lesen!
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Zehn Thesen zu den Perspektiven zukunftsfähiger Bildung

Zehn Thesen zu den Perspektiven zukunftsfähiger Bildung im Wandel unserer Gesellschaft zur Wissensgesellschaft Ich habe mir die PDF-Datei von Gerhard de Haan / Andreas Poltermann “Funktion und Aufgaben von Bildung und Erziehung in der Wissensgesellschaft” (schon 2002) zu Gemüte geführt und fand die am Ende aufgelisteten Thesen sehr interessant, was mich dazu motivierte diese einmal zusammen zu fassen und zur Diskussion frei zu geben, da ich dieses Thema sehr spannend finde und mich auf interessanten Input freuen würde. 1. Technisches Wissen wird unsere Gesellschaft zunehmend prägen, da wir auf Technik zunehmen angewiesen sind. Hieraus ergeben sich Fragestellungen: Wird die Maschine zum Teil zu einem Erziehungsersatz (Fernsehen/Internet)? Wird das Individuum immer mehr ausspioniert, datentechnisch erfasst, kartiert und kontrolliert: Dies betrifft die Bereiche Gesundheit, Gewohnheiten, Arbeitsleistungen. Daran knüpft die etwas banalere Frage von Freiheit und Selbstbestimmung an. Welche Konsequenzen hat Nicht-Wissen in einer Wissensgesellschaft? Die Frage des Einflusses auf das Individuum durch Politik, Versicherungswesen, etc. via Technik. (mehr …)
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Screencast „Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten“

Seit heute steht der neue Screencast der Arbeitsgruppe E-Learning der Fachrichtung Informationswissenschaft zum Abruf bereit. Diesmal widmet sich der Screencast dem Themenschwerpunkt „Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten„. Dieser Screencast stellt zugleich eine Abkehr vom bisherigen Präsentationsformat dar. Statt von einer einzigen Sprecherin wird der Screencast nun von zwei Personen präsentiert: Inge und Willi, die auch bereits vor einigen Tagen einen ersten Auftritt hier im Blog hatten. Sie erklären den Zuschauern (und Zuhörern) anschaulich die wesentlichen Regeln beim Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten. Unter anderem werden Sinn und Zweck von Zitaten erläutert, wörtliche Zitate und inhaltliche Zitate voneinander abgegrenzt sowie die Formatierung von bibliographischen Angaben im Text an Beispielen demonstriert. Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten (März 2009)

Zitieren Download (Zip-Format, 9 MB) PDF-Download (Adobe Reader 9 erforderlich, 9 MB) Der Screencast ist zudem erstmals nicht nur als Flash-Präsentation abrufbar, sondern kann auch als PDF-Fassung (für Adobe Reader 9) heruntergeladen sowie als Flash-Video bei Vimeo und Yovisto (leider mit etwas schlechterem Ton) angeschaut werden. Auch im nächsten Screencast in drei bis vier Wochen werden Inge und Willi wieder zur Stelle sein — dann widmen sich die beiden einem Schwerpunkt aus dem Themenbereich der Informationsbedarfsanalyse. Es sei auch diesmal wieder erwähnt: Feedback ist herzlich willkommen. Die beiden Comic-Figuren Inge und Willi basieren auf einer Vorlage von Thomas Dick, herzlichen Dank dafür!

Alumni-Treffen Informationswissenschaft 2009

Auf der diesjährigen ISI in Konstanz wurde erneut von den (übrigens zahlenmäßig stark vertretenen) InfoWiss-Alumni aus Saarbrücken angeregt, im Sommer 2009 ein Alumni-Treffen an unserer „Alma Mater“ auszurichten. Diese Idee soll nun auch in die Tat umgesetzt werden. Angedacht ist gegenwärtig ein Alumni-Treffen auf dem Campus der Universität des Saarlandes, zu dem nicht nur die Absolventen, Dozenten und aktuellen Studierenden herzlich eingeladen sind, sondern natürlich auch alle anderen Personen willkommen sind, die sich mit der Saarbrücker Informationswissenschaft verbunden fühlen. Im Vordergrund des Treffens soll in erster Linie ein zwangloses, „geselliges Beisammensein“ stehen, umrahmt von kleineren Präsentationen aktueller und vergangener Projekte der Fachrichtung. Auf Wunsch werden auch Führungen durch die weitläufigen und architektonisch innovativ gestalteten Räumlichkeiten der Fachrichtung möglich sein. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein, selbstverständlich soll insbesondere den Exil-Saarländern eine Gelegenheit gegeben werden, erneut in den Genuss der kulinarischen Vorzügen von traditionell zubereiteten saarländischen Schwenker-Köstlichkeiten zu kommen. Aktuell präferieren wir einen Termin im Sommer, eventuell Anfang/Mitte Juni 2009, um das hoffentlich gute Wetter nutzen zu können — voraussichtlich an einem Samstag-Abend. Um allerdings einen möglichst idealen Termin zu finden, bitten wir in dieser frühen Planungsphase um die Mithilfe interessierter Alumni. Wir nutzen Doodle.ch, um eine erste Sondierung über einen geeigneten Termin durchzuführen. Es ist nicht notwendig, den vollen eigenen Namen bei dieser Umfrage anzugeben, es geht zunächst nur um eine erste grobe Orientierung für unsere weitere Planungen. Von vielen Absolventen wurde in der Vergangenheit auch wiederholt eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu anderen ehemaligen Studierenden aus der Studienzeit gewünscht. Dazu werden wir in den nächsten Monaten ein paar weitere Kommunikationsmöglichkeiten anbieten, als Mailing-Liste kann eigentlich die verwaiste Mailingliste der Fachschaft genutzt werden, über die auch diese Ankündigung verschickt wird. Sollte der Traffic dort zu groß werden, kann ich immer noch eine neue, separate Mailingliste aufsetzen. Hinweise/Links auf Gruppen für die Saarbrücker Infowiss bei den diversen Social Networks wie Xing, LinkedIn, Facebook, StudiVZ, etc. sind natürlich ebenfalls herzlich willkommen, ich sammele sie dann hier im Weblog an zentraler Stelle. Weitere Anregungen und Wünsche sind herzlich willkommen, entweder als Kommentar hier im Blog, auf der Mailingliste, als Twitter-Reply oder per Mail: s.beck AT mx.uni-saarland.de

Open Weltuntergang

Das Ende ist nah – das könnte man zumindest meinen, wenn man in den letzten Wochen auf die Wissenschaftsseiten bzw. in die Feuilletons diverser Zeitungen schaute. Alles begann damit, daß Anfang Februar der Editionswissenschaftler Roland Reuß, der immerhin „digitale Medien“ zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählt, in der zum Kulturpessimismus neigenden und von den digitalen Medien vollkommen überforderten FAZ die Alarmglocken schlug und vor einer „heimliche[n] technokratische[n] Machtergreifung“ warnte, die nichts weniger als die Freiheit der Forschung bedrohte. Er argumentierte hier nicht gegen, nein er „leugnete“ (so seine eigenen Worte) die von ihm ausgemachten Vorteile und Nachteile von Open Access. Eine genauere Würdigung seines hauptsächlich von Polemik geprägten Textes will ich gar nicht durchführen – Gudrun Gersmann tat das bereits sehr gut und sachlich – einzig einen Punkte will ich nicht unkommentiert lassen: Open Access ist nicht zwangsläufig billiger, als die Veröffentlichung in einem Verlag – das gewichtigere Argument besteht in der für die Urheber – nicht Verwerter – besseren Situation in Bezug auf die Rechte bei ihren Veröffentlichungen: diese bleiben erst einmal bei den Urhebern, es werden ja keine ausschließlichen Rechte eingeräumt. Ein knappen Monat später gelang es Reuß dann wieder einen Artikel in einer großen Tageszeitung unterzubringen, diesmal in der in digitalen Dingen nicht ganz unbeleckten Frankfurter Rundschau. Hier verquirlte er dann recht gekonnt zwei Dinge, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben: Google Books und Open Access – ein nicht ungeschickter Schachzug. Von diesen Artikeln offensichtlich beeinflußt, warnte der Journalist Rudolf Walther in der in Netzdingen und digitalen Medien eigentlich recht kompenteten taz vor „Open Enteignung“ und mischte in das Wirrwarr um Google Books und Open Access auch noch die – durchaus ernstzunehmende – Problematik der Langzeitverfügbarkeit von digitalen Inhalten – natürlich nicht ohne ein Hohelied auf analoge Medien zu singen, denn Hieroglyphen wären ja immer noch lesbar. Das Historische Archiv der Stadt Köln war rund zwei Wochen vorher eingestürzt – mit einem Gutteil seiner Bestände. Aber was muß man sich an die Nachrichten von vor zwei Wochen erinnern, wenn man doch vor der „Google-Piraterie“ und dem „‚Open-acces‘-Schwindel“ warnen kann, die „gefährlicher als die Piraterie entlang der somalischen Küste“(sic!) sind. Wenn die Artikel auch ein interessantes Licht auf die so vielgelobten Qualitätssicherungsmechanismen in durchaus seriösen Tageszeitungen werfen, so ist der bisherige Höhepunkt, der „Heidelberger Appell“, unter dem Aspekt der Unterzeichner noch viel interessanter: nachdem in ihm nun alles in einen Topf geworfen wurde, was einige Rechteinhaber unangenehm berührt (Google Books, Open Access, Youtube) fällt trotzdem die große Menge an Literaturwissenschaftlern auf – ebenso wie viele weitere Geisteswissenschaftler und natürlich auch (bellestrische) Autoren. Ob sich daraus etwas ablesen lässt? Vielleicht – und damit meine ich nicht, das die FAZ hauptsächlich von Geisteswissenschaftlern gelesen wird. Vielmehr scheint das Wissen um Open Access, seine Randbedingungen, seine Vor- und Nachteile noch nicht so weit in diesen Disziplinen verbreitet zu sein, als daß man eine Leimrute erkennen würde. Warum sich literarische Autoren gegen Open Access verwahren, scheint mir auch seltsam – wendet sich doch der gesamte Open-Access-Gedanke an wissenschaftliche Autoren. Die der „weitreichende[n] Eingriffe in die Presse- und Publikationsfreiheit, deren Folgen grundgesetzwidrig wären“ geziehenen Wissenschaftsorganisationen reagierten mit einer gemeinsamen Stellungnahme, die hoffentlich ebenso breit rezipiert werden wird, wie die vorhergehenden Artikel. (Eine recht ausgewogene und noch deutlich vollständigere Darstellung bietet Matthias Spielkamp, die Chronistenpflicht übernahm infobib.)
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