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ARD/ZDF-Onlinestudie 2007

Gestern wurde die diesjährige ARD/ZDF-Onlinestudie veröffentlicht. Ein kurzes Überfliegen brachte für mich einige Erkenntnisse, die zwar nicht wirklich bahnbrechend, aber zumindest interessant sind:
  • Seit 1997 stieg der Anteil an Onlinern von 6,5% auf 62,7%. Die Studie schlußfolgert daraus, daß sich kein Medium schneller als das Internet verbreitet hätte – eine These, der ich nicht so ganz folgen will, aber für einen fundierten Vergleich zB. mit dem Buchdruck fehlen mir die Zahlen und ich bin mir nicht sicher, ob allein die Zahl der Konsumenten aussagekräftig ist.
  • „Web 2.0-Angebote“ werden nach Aussage der Studie von nahezu allen Onlinern genutzt. Wie das aus den Zahlen ablesbar ist, ist mir noch nicht so klar: das nahezu kann sich eigentlich nur auf die Altersgruppe unter 20 beziehen.
  • Meistens wird „Web 2.0“ jedoch passiv konsumiert, ein wesentlich geringerer Anteil der Befragten hat auch schon aktiv produziert. Besonders flickr scheint hier einladend zu wirken: 41% waren hier nicht nur passiv.
  • Die Aufteilung in „passiv, aktiv oder beides“ scheint mir auch interessant: gibt es tatsächlich Blogger oder Wikipedianer, die write-only agieren, und keine anderen Blogs oder Artikel lesen?
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Neue Öffnungszeiten der Institutsbibliothek

Aus den Studiengebühren finanziert die Universität des Saarlandes im Wintersemester verlängerte Öffnungszeiten der Institutsbibliotheken auf dem Campus. Dadurch ergeben sich auch für die Bibliothek der Fachrichtung Informationswissenschaft neue Öffnungszeiten: Montag 14-23 Uhr Dienstag 13-23 Uhr Mittwoch 10-23 Uhr Donnerstag 13-17 Uhr sowie 18-23 Uhr Freitag 14-23 Uhr Samstag 9-15 Uhr Die neuen Öffnungszeiten gelten ab Samstag, 1. September 2007 (d.h. die IB hat bereits diesen Samstag ab 9 Uhr geöffnet). Die Zeiten werden voraussichtlich in den nächsten Wochen noch geringfügig angepasst. Aktuelle Änderungen werden wie üblich über ViLI bzw. die Homepage der Fachrichtung bekanntgegeben.
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BibTeX-Export und Bibsonomy-Links in ViBI

Der „Mini-OPAC“ ViBI der Institutsbibliothek Informationswissenschaft wurde ein wenig „aufgebohrt“: ViBI generiert nun auch einzelne Datensätze im BibTeX-Format und bietet eine neue Möglichkeit, um Metadaten von Monografien einfach in das Social-Bookmarking-System Bibsonomy zu übernehmen. Dazu gibt es nun auch Links zur weiteren Recherche zu Google Books, WorldCat, Google Scholar, Wikipedia und Technorati. Außerdem wurde die Ausgabe mit zusätzlichen Metadaten angereichert, um die automatische Übernahme in das Literaturverwaltungsprogramm Zotero (Firefox-Plugin) zu erleichtern. Beispiel-Datensatz: The design of everyday things. Noch funktioniert die Generierung des BibTeX-Formats nicht in allen Fällen korrekt (es wird alles als „book“ klassifiziert), daher sollte man die generierten Datensätze jeweils noch mal von Hand überprüfen. Zumindest dürfte aber der „Tippaufwand“ durch die neuen Erweiterungen etwas reduziert sein. Und insbesondere die Links zu den Social-Bookmark-Diensten sowie WorldCat und Google Scholar sollen Anreize zur weiteren Literatur- und Webrecherche schaffen. Außerdem besteht die Möglichkeit, über Neuanschaffungen der Bibliothek automatisch über einen eigenen RSS-Feed auf dem Laufenden zu bleiben.
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Urheberrecht, Korb 2

Vergangenen Donnerstag entschied der Bundestag positiv über den zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle. Sowohl in der Blogosphäre (zB. hier, hier, hier, hier oder auch hier), wie auch auf Mailinglisten (hier oder hier) kam es richtigerweise überwiegend zu negativen Einschätzungen der Folgen. 1. Das Ende der digitalen Aufsatzkopie bei Subito Die bisherige Praxis Aufsatzkopien als Grafikdatei elektronisch zu versenden, hält zwar nun erstmals Einzug ins Gesetz, gleichzeitig ist sie nur noch erlaubt, wenn
der Verlag nicht ein offensichtliches eigenes Online-Angebot zu angemessenen Bedingungen bereithält,
was eine deutliche Verschlechterung des status quo darstellt. Da die Bedingungen doch sehr gummiweich formuliert sind, ist vieles möglich – oder was sind angemessene Bedinungen? Wie sehen die zum Beispiel für Studierende aus? 2. Nutzung von digitalen Medien nur in den Räumlichkeiten der Bibliothek Nach §52b dürfen Bibliotheken, Museen und Archive Werke auch an „eigens dafür eingerichteten elektronischen Leseplätzen“ für Forschung und private Studien zugänglich machen. Diese Leseplätze müssen jedoch zwingend in der Bibliothek oder der entsprechenden Einrichtung sein. Mir ist etwas unklar, worauf sich dieser Paragraph nun eigentlich bezieht, er soll aber wohl die rechtliche Absicherung dafür sein, daß Bibliotheken gekaufte eBooks und eJournals auch tatsächlich ihren Nutzern zugänglich machen dürfen … das dann aber mit schlechteren Konditionen als bei Büchern auf toten Baum, die man ja immerhin ausleihen und außerhalb der Bibliothek lesen kann. Irgendwie klingt diese Interpretation fast schon lachhaft restriktiv. 3. Die Privatkopie bleibt, DRM jedoch auch Die Privatkopie bleibt erlaubt, jedoch nur falls kein DRM entgegensteht. Womit die Privatkopie faktisch abgeschafft wird. Insgesamt bietet diese Novelle das gleiche, was in den vergangenen Jahren immer wieder zu beobachten war: die Gesetze werden den Wünschen der Inhaber der Verwertungsrechte entsprechend angepaßt. Nutzer/Konsumenten und auch die Urheber werden nur bedingt berücksichtigt.
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LISTA mit freiem Zugriff

EBSCO stellt seine Datenbank LISTA (Library, Information Science and Technology Abstract) zur freien Benutzung zur Verfügung. LISTA indexiert rund 600 Periodikat, Konferenz Berichte und Bücher mit relevanz für die Informationswissenschaft (Liste der indexierten Titel und Datenbankbeschreibung). Ein kurzer Test ergab, dass die Datenbank über 1.000.000 Einträge hat, was somit dem 10-fachen von INFODATA entspricht, wichtige Deutsche Zeitschriften wie die IWP oder ZfBB werden übrigens auch indexiert (IWP jedoch erst seit letztem Jahr). Die Datenbank stellt mit ihrem internationalen Fokus also eine gute Ergänzung zu INFODATA auf der Suche nach informationswissenschaftlicher Literatur dar.
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Wissenschaftsportal b2i

Seit heute ist das zentrale Wissenschaftsportal b2i für die Fachgebiete Bibliotheks–, Buch– und Informationswissenschaften online. Das Portal ermöglicht es, in verschiedenen Datenbanken und Angeboten aus dem oben genannten Fachgebieten zu recherchieren und soll so einfachen und schnellen Zugang zu Fachinformation bieten. Ein erster Kurztest zeitigte recht annehmbare Ergebnisse, mit einigen Haken und Ösen, die aber vielleicht auch noch behoben werden. Update: Zu den abgefragten Datenbanken gehören unter anderem INFODATA und Online Contents – SSG Informations-, Buch- und Bibliothekswesen, die zwar auch schon vorher von der Uni aus abgefragt werden konnten, jetzt aber ohne Klimmzüge auch von zu Hause zugänglich sind. Warum keine institutionellen bzw. fachspezifischen Open-Access-Repositories aufgenommen wurde, wie zB. E-LIS, konnte ich leider nicht erkennen.
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