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Archive for the ‘Informationswissenschaft’ Category

Professur für Bildungstechnologie und Wissensmanagement ausgeschrieben

Die Universität des Saarlandes hat die W3-Professur für Bildungstechnologie und Wissensmanagement ausgeschrieben. Die Professur soll zum 1. April 2009 besetzt werden und „eine wesentliche Brückenfunktion zwischen den Humanwissenschaften und den Informatikwissenschaften an der Universität des Saarlandes übernehmen und damit zu dem in der Exzellenzinitiative geförderten informatikwissenschaftlichen Schwerpunkt der Universität beitragen. Sie verstärkt außerdem den Forschungsbereich Lernen und Arbeiten mit Neuen Medien. Der Professur obliegt die wissenschaftliche Leitung des Competence Centers „Virtuelle Saar Universität“. „Von dem Inhaber / der Inhaberin der Professur wird erwartet, dass sie maßgeblich den geplanten Master-Studiengang „Bildungstechnologie und Wissensmanagement“ aufbaut und den auslaufenden Studiengang Informationswissenschaft verantwortet.“ Die vollständige Stellenausschreibung findet sich auf der Website der UdS. Bewerbungsende ist der 15. August 2008.

Analoger Vorläufer des Web

Über einen Artikel in der New York Times bin ich darauf aufmerksam geworden, dass im Belgischen Mons (nur 3 Autostunden von Saarbrücken entfernt) ein für InformationswissenschaftlerInnen interessantes Museum darauf wartet erkunded zu werden. Den Ursrung des Museums bildet die Vision Paul Otlets (am ende des 19. Jarhunderts) das komplette Wissen der Menschheit für alle von zu Hause aus zugänglich zu machen. Die Umsetzung erfolgte mit Hilfe eines rießigen Archievs, dass Mundaneum, dessen Inhalte über zahllose Karteikarten vernetzt und zugänglich gemacht wurde. Anfragen aus aller Welt wurden per Telegraph empfangen und mit Hilfe des Mundaneum recherchiert. Aus diesem Grund wird das Mundaneum auch manchmal als die erste, wenn auch analoge, Suchmaschine beschrieben.

Wikia

Eigentlich hatte man sich ja einen Paukenschlag erwartet, nach einem Jahr der Ankündigung und dem herbeigeredeten Antagonismus zwischen Google und Wikipedia, letzte Woche war es dann so weit: Wikia Search startete, als Alpha-Version, was selbst bei dem perpetuierten Beta-Status des sogenannten Web 2.0 ungewöhnlich ist. Die Meldungen bei den üblichen Verdächtigen sind auch nicht sonderlich aufschlußreich. Man erfährt lediglich, daß Wikia eine „Mischung aus Wiki und Suchmaschine“ sein soll, Nutzer Treffer bewerten und kommentieren können sollen und der Datenschutz eine Rolle spielen soll. Erfreulich ist der Einsatz von Open-Source-Software bzw. die Offenlegung des Algorithmus. Wo genau der Vorteil gegenüber Social Bookmarking Sites wie del.icio.us oder der Kombination der guten alten Kataloge und Volltextsuchmaschinen liegt, wird nicht expliziert und auch ein Blick auf die Site läßt einen mit Fragen zurück. Wie Till Kinstler in Inetbib schon schrieb, es fehlt ein bißchen die Darstellung der eigenen Besonderheit und Stärken. Mal sehen, was daraus wird. Noch sehen wir ja nur eine Alpha und vielleicht färbt ja die Attraktion der Wikipedia auch auf Wikia ab.

Kooperation zwischen Open-Access-Publisher Hindawi und dem konventionellen Verlag Sage Publishers

Der Open-Access-Verlag Hindawi und der kommerzielle Verlag Sage Publishers gingen laut einer Mitteilung beider Häuser eine Partnerschaft ein: Als gleichberechtigte Partner wollen ein Bundle neuer Open Access Journale etablieren, dabei übernimmt Sage die herausgeberische Verantwortung, Marketing und Werbung während Hindawi die technische und organisatorische Abwicklung von Einreichung der Manuskripte über die Begutachtung bis hin zur Publikation übernimmt. Diese Kooperation kann als Beleg für die Aufweichung der Grenzen zwischen Open-Access-Verlagen und konventionellen Toll-Access-Verlagen gelten. Weiter Infos: http://www.jiscmail.ac.uk/cgi-bin/webadmin?A2=ind0711&L=lis-e-journals&T=0&F=&S=&P=4571
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Information R/evolution

Jan Hodel weist im Blog von hist.net auf einen neuen Film des hier schon aktenkundigen Michael Welsch hin, der die (R)evolution von Information künstlerisch darstellt: weg von der Körperlichkeit, hin zur Virtualität – und die damit verbundenen Implikationen für die Ordnung von Information, sowohl in Hinblick auf die Ordnenden, wie auch die Systeme dafür. Wenn man auch darüber streiten kann, ob wirklich Information im informationswissenschaftlichen Sinne dargestellt wird, ist das Video auf jeden Fall einen Blick wert.
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Neue Öffnungszeiten der Institutsbibliothek

Aus den Studiengebühren finanziert die Universität des Saarlandes im Wintersemester verlängerte Öffnungszeiten der Institutsbibliotheken auf dem Campus. Dadurch ergeben sich auch für die Bibliothek der Fachrichtung Informationswissenschaft neue Öffnungszeiten: Montag 14-23 Uhr Dienstag 13-23 Uhr Mittwoch 10-23 Uhr Donnerstag 13-17 Uhr sowie 18-23 Uhr Freitag 14-23 Uhr Samstag 9-15 Uhr Die neuen Öffnungszeiten gelten ab Samstag, 1. September 2007 (d.h. die IB hat bereits diesen Samstag ab 9 Uhr geöffnet). Die Zeiten werden voraussichtlich in den nächsten Wochen noch geringfügig angepasst. Aktuelle Änderungen werden wie üblich über ViLI bzw. die Homepage der Fachrichtung bekanntgegeben.

LISTA mit freiem Zugriff

EBSCO stellt seine Datenbank LISTA (Library, Information Science and Technology Abstract) zur freien Benutzung zur Verfügung. LISTA indexiert rund 600 Periodikat, Konferenz Berichte und Bücher mit relevanz für die Informationswissenschaft (Liste der indexierten Titel und Datenbankbeschreibung). Ein kurzer Test ergab, dass die Datenbank über 1.000.000 Einträge hat, was somit dem 10-fachen von INFODATA entspricht, wichtige Deutsche Zeitschriften wie die IWP oder ZfBB werden übrigens auch indexiert (IWP jedoch erst seit letztem Jahr). Die Datenbank stellt mit ihrem internationalen Fokus also eine gute Ergänzung zu INFODATA auf der Suche nach informationswissenschaftlicher Literatur dar.
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Wissenschaftsportal b2i

Seit heute ist das zentrale Wissenschaftsportal b2i für die Fachgebiete Bibliotheks–, Buch– und Informationswissenschaften online. Das Portal ermöglicht es, in verschiedenen Datenbanken und Angeboten aus dem oben genannten Fachgebieten zu recherchieren und soll so einfachen und schnellen Zugang zu Fachinformation bieten. Ein erster Kurztest zeitigte recht annehmbare Ergebnisse, mit einigen Haken und Ösen, die aber vielleicht auch noch behoben werden. Update: Zu den abgefragten Datenbanken gehören unter anderem INFODATA und Online Contents – SSG Informations-, Buch- und Bibliothekswesen, die zwar auch schon vorher von der Uni aus abgefragt werden konnten, jetzt aber ohne Klimmzüge auch von zu Hause zugänglich sind. Warum keine institutionellen bzw. fachspezifischen Open-Access-Repositories aufgenommen wurde, wie zB. E-LIS, konnte ich leider nicht erkennen.
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WordNet

Wer kennt das nicht, man sitzt über einem englischen Text und freut sich, dass man „fast“ alles versteht. Nur ein paar selten genutzte Wörter und Fachausdrücke lassen sich nicht so recht übersetzen. Man hat alle Wörterbücher und den dicken Dictionary aus der Schulzeit durchforstet, man hat alle mögliche Übersetzungsseiten des Internets abgefragt, aber es lässt sich keine angemessene Übersetzung der gesuchten Begriffe finden. Wer in einem solchen Augenblick WordNet kennt, kann sich glücklich schätzen. WordNet ist ein Projekt der Princeton University. Es besteht aus einer lexikalischen Datenbank, mit der die semantischen und lexikalischen Beziehungen zwischen Wörtern aufgezeigt werden kann. Somit spielt WordNet eine wichtige Rolle in der englischsprachigen Informationslinguistik. Informationswissenschaftliche Fachausdrücke haben dadurch auch ihren Weg ins WordNet gefunden und erleichtern das Übersetzen wissenschaftlicher Text aus unserm Fachgebiet. Initiator und langjähriger Leiter des Projektes war Prof. Georg A. Miller. Nachfolgerin ist die deutschstämmige Professorin Christiane D. Fellbaum. Sie ist unter anderem auch Präsidentin der Global WordNet Association und Trägerin des Wolfgang-Paul-Preises. Weitere Informationen zu WordNet WordNet zum Downloaden WordNet online