Man muss nichts mehr (auswendig) lernen, weil alles unmittelbar (wieder-)findbar ist. In der Schule wird nur noch die Internetrecherche gelehrt. Wer dieses Szenario für denkbar hält, sollte den Artikel von Jeffrey Garrett lesen: “KWIC and Dirty? Human Cognition and the Claims of Full-Text Searching”. Eine Kurzversion der Argumentation findet sich in InfowissWIKI.
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Interessant, wo man immer wieder auf Jeffrey Garret stößt. Seine Aufsätze sind immer recht interessant zu lesen, wenn auch der permanente Bezug auf Foucault eher abschreckend wirkt. Doch ich rate zur Vorsicht: seine sehr eingängigen Folgerungen sind häufig nicht durch Fakten gedeckt.
Da ja Garret ein “Szenario” beschreibt, kann man davon ausgehen, dass es sich eher um Phantasie als um harte Fakten handelt. Er hat spätestens dann nicht mehr Recht, wenn das semantic web funktioniert, da dann die Darstellung von Zusammenhängen und Assoziationen eher möglich ist.
Allerdings ist auch die Behauptung in Newsweek, man müsse nichts mehr (auswendig) lernen, ziemlich übertrieben.